Austausch / Besuche
Während der 2 Jahre Comenius-Schulpartnerschaft besuchten sich die Kollegen der Partnerschulen sechs mal untereinander.
Diese dienten um die von den Schülern erstellten Materialien auszutauschen, Projekte auszuwerten und neue Projekte zum Thema „Wasser ist unser gemeinsamer Schatz“ zu planen. Aber auch um die Partnerschulen mit ihren Schülern und Lehrern, sowie die Umgebung, in der die jeweilige Schule lag, kennenzulernen.
Betrachtet wurde immer die Umgebung, die Stellung, die das Wasser hier hat und wie mit dem Naturgut Wasser umgegangen wird.
Hier kommt nun ein kleiner Überblick zu den sechs Besuchen:
- November ´07: Stoke-on-Trend, England

Das sind wir

Die Schule
Am 14.11.-18.11.2007 war es endlich so weit, es ging zu unserem 1.Austausch nach Stoke-on-Trend in England. Bepackt mit unserer großen Kunstmappe, in der die Bilder für den gemeinsamen Kalender, Flaggen aus Teneriffa und die Poster über Teneriffas Wasserreservoirs waren, trafen wir morgens um 8.00h in der Schule.
Begrüßt wurden wir mit einem aufwendigen Frühstück, in dem uns einige für die Region typischen Leckereien angeboten wurden.
Gut gestärkt wurden wir dann in Gruppen, von den größeren Schülern, durch die Schule geführt. Beeindruckt waren wir besonders von der modernen Technik der Schule. Jede Klasse war mit einem Beamer und einer elektronischen Tafel ausgestattet. Kreidetafeln sind hier Vergangenheit!!
Am Nachmittag wurde dann rund um das Projekt gearbeitet. Die Bilder für unseren Comenius-Kalender ausgesucht, die Poster ausgetauscht und unsere gemeinsame Website, unser „Virtuelles Museum“ geplant.
Am zweiten Tag fuhren wir dann, mit den Schülern der dritten Klassen, in das nahegelegene Naturschutzgebiet „Tittesworth Reservoir“, mit einem großen See. Hier machten die Schüler eine Ralley und wir als Besucher mussten mit befragt werden, halfen aber auch den Schülern.
Am Nachmittag, besuchten wir ein Museum aus der Region und anschließend musste noch etwas zum Projekt gearbeitet werden.
Den letzten Tag verbrachten wir in einem Park in Trentham, einem Naherholungsgebiet von Stoke-on-Trend.
Sonntag morgens mussten wir uns schon wieder vom kalten England verabschieden. Aber wir waren bepackt mit neuen Aufgaben und Projekten für unsere Schüler.
- Februar ´08: Teneriffa, Spanien

Beim Rundgang durch das Schulhaus

Gruppenbild im Loro Parque

Mrs. Clarke übersetzt in der Entsalzungsanlage
Vom 20.-24. Februar fand an unserer Schule das zweite Comenius-Treffen statt. Hierzu begrüßten wir Kollegen aus England, Ungarn, Katalonien und Hamburg.
Den Donnerstag Vormittag verbrachten wir in der Schule. Nach einem reichhaltigen Frühstück wurde den Gästen die Schule gezeigt. Danach haben fünf Schüler aus Klasse 7 eine selbst geschriebene Wassergeschichte erzählt und sie mit ihren Instrumenten musikalisch umgesetzt. Im Anschluss daran führten einige Schüler der vierten Klassen die auswärtigen Kollegen auf Deutsch, Spanisch und Englisch durch die einzelnen Grundschul-Klassenzimmer. Jede Klasse präsentierte den Gästen ihr Wasserexperiment, ebenfalls in verschiedenen Sprachen, was diese sehr beeindruckte.
Am Nachmittag waren wir im Loro Parque und durften hinter die Kulissen des Aquariums schauen. Wir erhielten Hintergrundinformationen über das Leben der Wassertiere und deren Haltung.
Am Freitag Vormittag besichtigten wir die Entsalzungsanlage von Emasa in Valle Seco. Zurück in der Schule wurde am Freitag und am Samstag die Arbeit an den Experimenten der vergangenen Monate reflektiert, dazu angefertigte Materialien (von den Kindern hergestellte Experimentebücher) und Geschenke ausgetauscht, der anstehende Weltwassertag geplant, die Website besprochen und das nächste Treffen im Mai in Katalonien vorbereitet.
Bis zum Schuljahresende werden wir uns mit den Gewässern in unserer Umgebung und deren Flora und Fauna beschäftigen, Dokumentationen erstellen und Ausflüge durchführen.
Durch ein Essen in der „Cuadra San Diego“ (La Matanza) und in „Campestre“ (La Esperanza) konnten wir unseren Gästen die typisch kanarische Küche vorstellen und das gelungene Treffen abrunden.
- Mai ´08: Llorenç del Penedés, Katalonien/Spanien

Catalunia Mai 2008 (47)
Vom 21.-25. Mai reisten Paloma Marín, Susanne Schlenk und Birte Kaffsack zum dritten Treffen unseres Wasserprojektes nach Katalonien.
Den ersten Tag verbrachten wir in der Schule „Les Cometes“. Am Vormittag wurden wir sehr herzlich von den Lehrern und Schülern empfangen. Auf unserem Rundgang durch die Schule präsentierten uns die Schüler Lieder und Gedichte zum Thema „Wasser“ (sogar schon die Vierjährigen) auf Englisch .
Am Nachmittag tauschten wir die von den Schülern gebastelten Wassertropfen und die Fotoplakate der Ausflüge aus und berichteten jeweils, wie wir die Feier des Weltwassertages gestaltet haben.
Danach wurden die Ideen für unsere gemeinsame Homepage konkretisiert, aber leider haben wir immer noch Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung.
Anschließend haben wir die zukünftigen Themen bis zum nächsten Treffen in Ungarn besprochen, wie z.B. die Erarbeitung von Fragebögen zum „Wasserverbrauch“ und „Wie spare ich Wasser?“.
Am zweiten Tag fuhren wir nach Barcelona und starteten den Tag mit der Besichtigung eines 100 Jahre alten Wasserwerks „Museo Agbar de les Aigües“, das noch immer in Betrieb ist. Und im Anschluss daran konnten wir den „Torre Agbar“ besichtigen, der sich immer mehr zum Wahrzeichen der Stadt entwickelt. Damit hatten wir einen Einblick über die Geschichte des Wassers in Barcelona und seiner Umgebung, aber auch über die aktuellen Probleme des Wassermangels bekommen.
Hiernach bekamen wir eine kleine Rundführung durch den alten Stadtkern der Stadt „des Gothischen Viertels“ mit der Kathedrale ------.
Abgerundet wurde der Tag mit einer Musik und Lichtshow der „Fuente Mágica de Montjuïc“.
Den dritten Tag fuhren wir dann ins Ebro-Delta. Hier wurden wir den ganzen Tag von einem Führer begleitet, der uns unermüdlich über das Ebro-Delta informierte. Über seine Entstehung, die Entwicklung, den Reisanbau mit seiner Geschichte, die Flora und Fauna, die Gefahren des Deltas und vieles mehr.
Um 24h kamen wir dann gesättigt mit Eindrücken und Informationen im Hotel an. Leider war dies schon wieder das Ende des Austauschs und wir haben mal wieder einen eindrucksvollen Einblick in den Umgang mit Wasser und der Problematik der Region mit Wasser bekommen.
- Oktober `08: Debreçen, Ungarn

Birte Kaffsack, Ulla Camin und Gerhild Becker in Lillafüred

Die Schüler führten verschiedene Tänze und Lieder zum Thema Wasser vor

Es wird zum Projekt gearbeitet
Comenius – Treffen in Ungarn ( 01.10.08 – 05.10.08)
Eine lange, umständliche Anreise bis zu unserer Partnerschule in Debrecen (zweitgrößte Stadt und ca. 210 km von Budapest entfernt) – aber ein unbedingt lohnenswerter Besuch!
Die Arbeitstagung war vom Gastland perfekt vorbereitet worden und die sehr herzliche Aufnahme war bestechend.
Zahlreiche Klassen boten den Gästen aus der Ferne zur Begrüßung eine variantenreiche Aufführung zum Thema „Wasser“ in den Sprachen Ungarisch, Englisch und Deutsch.
In Kleingruppen – von Schülern in deutsch oder englisch geführt – lernten die Besucher die fünfzügige Grund – und Volksschule kennen.
Besonders auffällig war die in Kl. 1 beginnende Profilbildung, eine gute technische Ausstattung und die eng verknüpfte Zusammenarbeit mit der Stadtbehörde in den Bereichen Bibliothek und Schwimmbad.
Aber wir mussten zur Kenntnis nehmen, dass Deutsch als Fremdsprache immer weniger angewählt wird.
Das dichte Tagungsprogramm beinhaltete zum Thema Wasser Exkursionen zum städtischen Wasserwerk, Besuche einer älteren und einer modernen Thermalanlage, einer Stauanlage und zwei Tropfsteinhöhlen im Norden des Landes.
Bezüglich des Unterrichts lag der Workshop – Schwerpunkt beim Thema: Bewusster Umgang mit der Ressource Wasser.
Es wurden parallel durchzuführende Erhebungen erarbeitet und die entsprechenden Vorgehensweisen für den Unterricht abgestimmt.
Ebenso wurden verschiedene Präsentationsmöglichkeiten der Arbeitsprozesse und –produkte diskutiert und festgelegt.
Alle Besucher waren sehr beeindruckt von der insgesamt äußerst großzügigen Gastfreundschaft unserer ungarischen Partnerschule.
- Januar ´09: Llorenç del Penedés, Katalonien/Spanien

Darstellung des Amazonas-Regenwalds

Die erstellten Poster werden ausgetauscht

Gruppenfoto
Vom 21.01. bis zum 25.01.09 sind wir, Gerhild Becker und Birte Kaffsack, zu unserem vorletzten Comenius-Treffen nach Llorenç de Penedés, 60 km südlich von Barcelona, geflogen.
Am Donnerstag wurden wir wieder sehr herzlich von den Schülern unserer Partnerschule mit Liedern, Tänzen, Gedichten und selbstgebastelten Geschenken in der Schule empfangen.
Nach einer Schulbesichtigung, auf der man immer viele Anregungen für die Gestaltung der eigenen Klassenräume sammeln kann, hatten wir unser Arbeitstreffen. Dort tauschten wir zunächst die von den Schülern mit viel Mühe erstellten Plakate und Schilder zum Thema: „Wie spare ich Wasser“ und „Wasserverschmutzung“ und „Wasserverschwendung“ aus. Diese Poster und auch Geschenke werden wie immer in den nächsten Monaten unsere Comenius - Ecke schmücken und uns tolle Anregungen für unsere weitere Arbeit geben. Anschließend planten und gestalteten wir unsere gemeinsame Homepage, auf der bald viele Arbeitsergebnisse der Schüler zu besichtigen sein werden und beschlossen, ein gemeinsames Literaturprojekt zum Thema „Wasser“ durchzuführen.
Am zweiten Tag stand Kultur auf dem Programm. Wir besuchten das Pau Casals- Museum, das eine Ausstellung über das Leben und Schaffen des großen Cellisten und Katalanen, beherbergt. Nachmittags besichtigten wir das Weinanbaugebiet der Familie „Torres“.
Den dritten Tag verbrachten wir dann in Barcelona mit der Besichtigung des Hauses „La Pedrera“ von Gaudí und im „Cosmocaixa Museum“.
Das „Cosmocaixa Museum“ ist eines der neuesten und innovativsten Museen in Barcelona und bietet für Kinder und Erwachsene eine unglaubliche Vielfalt an Experimenten und Versuchen, Verdeutlichungen von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Phänomenen, sowie Informationen zu allen möglichen biologischen Themen. Wir besuchten, passend zu unserem Thema Wasser, den Tropischen Regenwald aus Amazonien, der in einem riesigen Treibhaus mit Unterwasserwelt nachempfunden wurde.
Bei einem Barcelonabesuch sollte man auf jeden Fall einen Tag für dieses Museum einplanen.
Nach diesem Highlight war der Tag auch schon fast vorbei und wir kehrten nach einem gemeinsamen Abendessen ins Hotel zurück, um unsere Koffer für die bevorstehende Abreise vorzubereiten.
- Juni ´09: Hamburg, Deutschland

Auf dem Michel, dem Wahrzeichen von Hamburg

Schüler begrüßen uns in mehreren Sprachen

Wir bekommen ein Geschenk vom Kindergarten
Nach einer langen Anreise über Gran Canaria landeten wir in Hamburg zu unserem letzten Comenius-Treffen.
Am Donnerstagmorgen trafen wir uns in der Partnerschule Wielandstraße. Diese bilinguale (Spanisch/Deutsch) Grundschule befindet sich in der Nähe des Zentrums in Barmbeck. Während der Besichtigung der Schule bekamen wir einen Einblick in die dortige Grundschularbeit. Außerdem präsentierten uns die Schüler Lieder und Gedichte zum Thema Wasser und Hamburg in verschiedenen Sprachen.
Nachdem die Hausmeisterin Frau Kirsch uns mittags mit köstlichen deutschen Schnitzeln und Frikadellen bekocht hatte, trafen wir uns gestärkt zu unserem letzten Arbeitstreffen.
Wir tauschten die künstlerischen Arbeiten zu den Wassergedichten aus und besprachen die Erstellung des gemeinsamen Gedichtbuches.
Um 17 Uhr fand die Eröffnung der Wasserkunstausstellung an der Grundschule statt, in der alle erstellten Kunstarbeiten zum Thema Wasser präsentiert wurden und wir als Ehrengäste vorgestellt wurden.
Am Freitag bestiegen wir morgens den Kirchturm der „St. Michaelis“ Kirche und genossen den tollen Ausblick.Anschließend bekamen wir eine Führung im Stadtmuseum der Stadt Hamburg zum Thema Wasser. Wir wurden über die große Flut von 1962, sowie über die Sicherung der Deichanlagen und die neue Hafencity informiert.
Nach einer Alsterrundfahrt bei Sonnenschein ließen wir den Abend in einem syrischen Restaurant ausklingen.
Den letzten gemeinsamen Tag begannen wir mit einer Hafenrundfahrt und gingen anschließend an der Elbe entlang der Kapitänshäuser spazieren. Am frühen Abend bekamen wir eine sehr informative Beatles Führung auf der Reeperbahn. Wusstet ihr schon, dass die Beatles erst 17, 18 und 20 Jahre alt waren und nie zuvor im Ausland geschweige denn unter dem Namen Beatles aufgetreten waren?
Am Abend trafen wir uns alle zu einem leckeren Essen, tauschten unsere privaten Adressen aus und nahmen anschließend Abschied voneinander.
Nach zwei Jahren intensiver Zusammenarbeit fiel uns der Abschied schwer, aber wir werden auch weiterhin in Kontakt bleiben.