Deutschkonzept – Grundschule

Teamteaching-Struktur

Alle Unterrichtsvorhaben im Fach Deutsch werden inhaltlich und methodisch gemeinsam geplant und für die Teilungsstunden in der Kleingruppenarbeit nach vereinbarten Förder- und Forderschwerpunkten durchgeführt. In allen Temteachingstunden fungiert die jeweils in der Parallelklasse eingesetzte Deutschlehrerin als Teilungslehrerin, da wir den Effekt verlässlicher und vertrauter Bezugspartner für den Lernfortschritt als nicht unwesentlich betrachten.

Den Lehrkräften ist es wichtig, dass ein Höchstmaß an Flexibilität für diese Lernzeiten erhalten bleibt. So ist die individuelle Unterstützung und Begleitung der Schüler/innen in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeitsphasen sowie bei der Freiarbeit und/ oder der Planarbeit im Klassenverband ebenso möglich wie die temporäre Aufteilung in Kleingruppen. Praktikant/innen werden immer zur Unterstützung eingebunden.

Wir lassen uns von der Erfahrung leiten, dass sich besonders Fremdsprachenlerner nicht zwingend nur einem Leistungslevel in den Teilbereichen des Deutschunterrichts zuordnen lassen.

Im Vertretungsfall können Doppelbesetzungen ausfallen. Wir bemühen uns dann darum, die kontinuierliche Weiterarbeit an den Arbeitsschwerpunkten einzelner Schüler/innen oder Kleingruppen durch die bedarfsgerechte Versorgung mit PK zur Unterstützung zu gewährleisten. Alle Lerngruppen sind hierfür das selbstorganisierte Arbeiten gewohnt (z.B. Arbeitspläne, Wochenplanarbeit, …).

In der Praxis hat sich seit Einführung der veränderten Arbeitsstrukturen die inhaltliche Orientierung an dem Deutschlehrwerk „Der-Die-Das“ und den vorhandenen Zusatzmaterialien bewährt, um die Vergleichbarkeit aller Schülerleistungen gewährleisten zu können.

 

Epochale Forderung (Pilot ab 2017/2018)

Um die wenigen deutschsprachigen Sprachvorbilder in jeder Klassestufe besser nutzen zu können, versuchen wir ab dem Schuljahr 2017/2018 zu einzelnen Themengebieten in epochalen Kleingruppen zu arbeiten. Diesen Gruppen werden sehr sprachbegabte spanische Kinder und die muttersprachlich deutschen Kinder zugeordnet.

Das Niveau der Gruppen liegt über dem durchschnittlichen Niveau, die bearbeiteten Themen sind anspruchsvoller.

Im Bedarfsfall soll es auch möglich sein, dass in diesen Teilungsgruppen Klassenarbeiten geschrieben werden, die nicht zwingend im Kontext der Arbeiten der Bezugsgruppen stehen müssen. Die epochalen Projekte sind zunächst als Pilotprojekte für die Jahrgangsstufen G3 und G4 vorgesehen.

 

Additive Sprachförderung (ab 2017/2018)

Für eine effektivere Spracharbeit ist die kontinuierliche Zuordnung zu Kleingruppen wichtig, um in bedeutenden Zusammenhängen Themenschwerpunkte aus der unmittelbaren Lebenswirklichkeit der Kinder zu bearbeiten. Eine entsprechende Arbeit, die auf Kommunikation und Interaktion ausgerichtet ist, fällt in der einengenden Struktur des Deutschunterrichts und der Vorgaben des Referenzcurriculums schwer.

Ab dem Schuljahr 2017/2018 hat die DST daher eine additive Sprachförderung eingerichtet, die im Sinne eines „Sprachförderbandes“ organisiert ist. Die Zuordnung (2-3 Kinder pro Klasse) erfolgt nach Einschätzung des Jahrgangsteams und bezieht die erzielten Prozentränge aus der Sprachstanderhebung mit ein. Die Gruppen sind jahrgangsübergreifend organisiert (G1-G2/ G3-G4) und der Unterricht findet 2stündig pro Woche am Nachmittag statt. Die Fördermaßnahme ist zunächst für ein halbes Jahr verpflichtend und wird in der Schülerakte dokumentiert, aber nicht benotet.

Die hierfür ausgebildeten Lehrkräfte nutzen eine umfangreiche Materialsammlung und planen die Einheiten unter Berücksichtigung sprachförderlicher und festgeschriebener Rituale, die eine aktivierende Lernatmosphäre bedeuten.

 

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