Feststellung Sprachstand – Grundschule

Sfd-Sprachstandfeststellung (jährlich / alle Kinder)

Die SFD ist ein standardisiertes, erprobtes und geeichtes Verfahren für die Ermittlung der Sprachkompetenz von Grundschülern einer nicht deutschen Muttersprache. Die Materialsammlung ermöglicht eine Sprachstandüberprüfung vom Zeitpunkt der Schulanmeldung bis zum 4. Schuljahr mit einer zusätzlichen Überprüfung in der Erstsprache Spanisch, um ggf. sonderpädagogische Förderbedarfe ausschließen zu können. Die Testbereiche sind:

  • Wortschatz
  • Farbenkenntnis
  • Präpositionen
  • Singular/Plural
  • Text- und Hörverständnis

Sprachgruppe Beschreibung der Fördermaßnahmen
I Das Kind ist nicht in der Lage, dem Regelunterricht angemessen zu folgen.
II Das Kind kann dem Regelunterricht teilweise bis überwiegend folgen.

Es benötigt zusätzlich eine Förderung im Fach Deutsch als Zweitsprache.

Ein Kind dieser Sprachgruppe kann schon etliches verstehen und sich mitteilen, zeigt jedoch deutliche Schwächen im Wortschatz und in der Grammatik, die auch im qualitativen Teil (Bildergeschichte) sichtbar werden.

Es wird häufig Überschätzt und vernachlässigt, weil es sich umgangssprachlich schon einigermaßen ausdrücken kann. Es erfasst Zusammenhänge nur teilweise und nach dem Prinzip des Ratens.

III Das Kind kann dem Unterricht in angemessener Weise folgen. Die Sprachförderung kann ggf. binnendifferenziert geschehen. Eventuelle Teilschwächen sind zu berücksichtigen.

Die Kinder können je nach Testergebnis in drei Fall- bzw. Sprachgruppen eingeteilt werden:

Die Testergebnisse verstehen wir als ergänzende Erkenntnisse zu den ggf. vorliegenden individuellen Dokumentationen einzelner Schülerinnen und Schüler (SuS) sowie die Einschätzungen der Lehrerinnen und Lehrer (LL).

Für die Durchführung der Sprachstandmessung ist der Zeitraum von Beginn des Schuljahres bis November vorgesehen. Der Sprachstand in den Klassen G2-G4 wird als Gruppentest durchgeführt. Für die Klassenstufe G1 ist ein Einzeltestverfahren vorgesehen, woraus sich ein längere Testzeitraum ergibt.

 

Andere Testungen / Testung der basalen Fähigkeiten (bei Bedarf zum Eintritt in die GS)

In Zusammenarbeit mit der Schulpsychologin kommen weitere Testverfahren zum Einsatz, wenn das Vorliegen von Teilleistungsstörungen für die Bereiche „Lesen und Schreiben“ vermutet wird. Hieraus kann die Gewährung eines Nachteilsausgleichs (siehe Inklusionskonzept) resultieren.

Zur Durchführung dieser Testungen ist an unserer Schule bislang ausschließlich die Schulpsychologin berechtigt.

Für die Aufnahme, bzw. den Übergang in die Grundschule wird seit dem Schuljahr 2016/2017 bei Bedarf eine Schuleingangstestung durchgeführt, um den Grad der Ausprägung der basalen Fähigkeiten eines Kindes abzusichern. Auch dieses Verfahren bietet eine gute Möglichkeit, das Sprachniveau der Altersstufe einzuschätzen und gibt wichtige Hinweise, die ggf. für eine bedarfsgerechte Förderung in der Jahrgangsstufe G1 notwendig sind.

 

A1 (Pilotprojekt in G3 ab 2017/2018)

Ab dem Schuljahr 2017/2018 wird die Einführung der internationalen schulischen Vergleichsarbeit der Niveaustufe A1 in der Klassenstufe G3 angestrebt, die weitere Hinweise bezüglich des Sprachvermögens auf Klassenebene bietet, aber auch hilfreich ist, um die gesamtschulische Deutsch-Konzeption zu evaluieren und zu begleiten.

Die Aufgabensätze bestehen aus den Teilen „Leseverstehen“, „Hörverstehen“ sowie „schriftliche und mündliche Kommunikation“.

 

 

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