Unsere Schulpsychologin

WIE MAN DEN KINDERN DIE SITUATION ERKLÄREN KANN

Mein Name ist Mercedes Pintado Brage. Ich bin Kinder- und Erziehungspsychologin und arbeite als Schulpsychologin in der Deutschen Schule Teneriffa seit sechs Jahren. Viele Familien kennen mich schon bereits, aber andere noch nicht, also ist das eine gute Chance um mich vorzustellen.

Die aktuelle Situation ist so außergewöhnlich, dass es für den Familien eine konstante und neue Herausforderung ensteht die oft zu Stresssituationen führt, die wir nicht immer entgegentreten können. Deswegen habe ich mich entschieden durch diesen Mittel mit den Familien zu kommunizieren und einige Themen zu besprechen die ich mir vorstellen kann die euch Sorgen machen. Ich werde versuchen, nützliche Informationen zu geben und online Ressourcen vorzustellen, die für verschiedene Angelegenheiten hilfreich sein könnten.

Heute, zu Beginn, werden wir uns mit dem Thema beschäftigen WIE MAN DEN KINDERN DIE SITUATION ERKLÄREN KANN.

Zu diesem Zeitpunkt, haben schon ganz wahrscheinlich die meisten Familien den Kindern schon erklärt warum sie zu Hause bleiben müssen und was den Coronavirus ist. Manche fragen sich sicherlich ob si es richtig gemacht haben oder nicht, andere haben vielleicht Angst den Kindern die Wahrheit zu sagen und andere machen sich auch Sorgen über welche emotionale Wirkungen es in ihren Kindern haben kann. 

Wenn wir mit unseren Kindern über diese Pandemie die wir gerade ertragen und die Maßnahmen die errichtet wurden sprechen, ist es wichtig, dass wir einige Sachen beachten:

  1. Nicht lügen. Es ist wichtig, dass man den Kindern erklärt was gerade in der Welt passiert. Sie werden Fragen stellen, warum sie überhaupt zu Hause bleiben müssen und immer mit eine altersangepasste Sprache, muss man es ihnen erklären. Wenn wir befürchten, dass sie Angst haben werden und dann eine andere Erklärung geben die nicht wahr ist, ist es sehr wahrscheinlich dass sie nachher, wenn sie wieder in die Schule kommen dürfen, sie die Wahrheit hören und es komplizierter sein kann. Auf der anderen Seite, muss man auch realistisch sein: in den Medien und überall wird es darüber gesprochen. Die Kinder brauchen zu wissen was passiert, und die Erklärung muss von zu Hause kommen. Oft sind unsere Ängste als Erwachsene viel größer als die wirkliche Reaktion der Kinder.
  2. Noch wichtiger als was ich sage ist es wie ich es sage und was ich mache. Kinder lernen durch Nachahmung und sie stützen sich sehr an das was sie sehen. Es bringt nichts, dass ich den Kindern beruhigende Wörter sage, wenn das was ich ihnen eigentlich mit meinem Ton und mein Verhalten übermittele ist, dass ich Angst habe, dass ich sehr nervös bin und von der Situation überfordert bin. Selbstverständlich wird es uns Erwachsenen nicht immer gut gehen. In diesen Tagen werden sowohl wir wie auch unsere Kinder durch eine umfangreiche Gefühlspalette gehen. Wir müssen den richtigen Moment suchen, wo wir ruhig und geduldig mit den Kinder darüber sprechen können. Wenn es uns gar nicht gut geht, kann vielleicht jemand anderes aus der Familie diese Aufgabe übernehmen, aber es ist auch sehr wichtig dass man den Kindern erklärt warum es uns auch manchmal nicht so gut geht und dass man auch offen darüber spricht.  
  3. Obwohl ich gesagt habe, dass man den Kindern die Wahrheit sagen muss, ist es nicht nötig, dass sie einige Informationen mitkriegen die sie nicht wissen brauchen. Sie könnten es, wegen ihres Alters, noch nicht richtig interpretieren und verarbeiten. Deswegen, bei kleinen Kindern, sollten wir versuchen, dass sie diese Tage die Nachrichten nicht gucken und nicht über Todeszahlen und andere sehr schwierige und tragische Situationen hören. Man spricht auch gerade sehr viel darüber, lass uns es mal nicht mehr vor den Kindern machen. Sie können einige Kommentare vielleicht hören, interpretieren und nicht fragen, und dass könnte ihnen psychologisch auch schädigen. Mit den etwas älteren Kindern die schon selber Zugang zu elektronische Geräte haben und sich informieren können, ist es wichtig auch darüber auch ehrlich zu sprechen, ihren Fragen zu beantworten, ihnen erklären zu können was richtig ist und was leider nur Fake-news sind und uns kümmern dass sie in der Lage sind emotionell mit der Situation umzugehen. 
  4. Malen und andere kreative Formen (so wie Musik, Schreiben oder Skulptur) sind ein sehr wichtiges Werkzeug, mit dem die Kinder ihre Gefühle eindämmen und ausdrücken können. Geben Sie denn Kindern die Möglichkeit es zu benutzen um ihre Ängste, Fragen, Sehnsüchte auszudrucken, oder damit sie sagen können was sie alles machen wollen wenn sie wieder rausgehen dürfen. Kinder können nicht immer mit Wörtern erklären was sie fühlen (auch manche Erwachsene nicht), also wäre es super wenn wir sie dabei helfen können, und sogar noch besser wenn wir es zusammen in der Familie machen. So können wir, noch einmal, den Kindern mit unserem Beispiel zeigen, dass wir auch über unsere Gefühle sprechen und dass wir uns besser fühlen wenn wir es mit der Familie teilen.

Ich lasse hier einige Ressourcen (auf Deutsch und auf Spanisch) die euch dabei helfen können mit den Kindern darüber zu sprechen. 

Deutsch:

Die Homepage der Bundesregierung Deutschland hat sehr interessante Informationen für Familien;

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/wie-eltern-ihren-kindern-jetzt-helfen-koennen-1730182 

Unicef gibt uns auch hier acht Tipps, wie man mit den Kindern sprechen kann:

https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/coronavirus-acht-tipps-mit-kindern-darueber-zu-sprechen/212392 

Spanisch:

Das ist ein Märchen das die Psychologenkammer in Madrid hergestellt hat: 

https://www.copmadrid.org/web/publicaciones/rosa-contra-el-virus-cuento-para-explicar-a-los-ninos-y-ninas-el-coronavirus-y-otros-posibles-virus

Dieses Märchen ist witzig und optimistisch und ist an allen Kindern gewidmet die es so gut machen indem sie zu Hause bleiben:

https://www.behance.net/gallery/94201597/Abre-la-ventana-Viviana?fbclid=IwAR3y460kV42JFEtk2xgcYBmBB5zKBw1l-stlF7Nvts1hxx4ETDQGpWcwYPM 

Das ist ein Artikel einer sehr guten online-Zeitschrift des Krankenhauses Sant Joan de Déu in Barcelona: 

https://faros.hsjdbcn.org/es/articulo/como-hablar-sobre-coronavirus-ninos

Ich hoffe, dass diese Information nützlich war. Wie gesagt, werde ich in den nächsten Tagen mehrere Artikeln posten die für Familien mit Kindern interessant sein können. Bleibt gesund und, die die es machen können, bleibt zu Hause. 

 

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