Unterstützungsangebote im Kindergarten

Kikri: Tägliche Deutschförderung

In der Kikri kommen die meisten Kinder zum ersten Mal mit der deutschen Sprache in Kontakt. Eine der wichtigsten Aufgaben der Erzieher ist es die Kinder an die neue Sprache heranzuführen und sie dafür zu begeistern. Durch klar strukturierte Tagesabläufe, Rituale, deutsche Bräuche und Feste wird ein positives Gefühl für die deutsche Kultur geschaffen und gleichzeitig das Interesse für die Sprache geweckt.

Kindergarten: Tägliche Deutschförderung

Im Kindergarten arbeiten wir seit September 2016 in reduzierten, altersgemischten Gruppen zwischen 11 – 14 Kindern. In jeder Gruppe sind 7 K1 (3jährige) und 7 K2 (4jährige) Kinder, die von einer Erzieherin betreut werden. Meistens wird die Erzieherin von einem Praktikanten unterstützt, wodurch der Personalschlüssel auf etwa 1 x 6/8 Kinder fälltAb 08:30 Uhr beginnt in den Gruppen die pädagogische Spracharbeit. Thematisch und methodisch arbeiten die Erzieherinnen unterschiedlich, orientieren sich jedoch an den Themen des Lerntagebuches und integrieren situationsorientiert je nach Gruppe verschiedene Projekte mit ein.

In der Deutschförderung arbeiten die Erzieherinnen seit Beginn 2017 im Tandemsystem. Das heißt, dass jede Erzieherin eine Partnergruppe und Kollegin hat, die mit ihr die Spracharbeit für die K1 und K2 Kinder organisiert. Im Folgenden wird das Beispiel einer Gruppe abgebildet. Die grünen Felder bilden die intensiven gebundenen Deutschphasen ab. Diese werden durch die Bezugserzieherin oder durch die Tandemkollegin begleitet.

K3+: Tägliche Deutschförderung

Alle Räume werden durch eine/n Bezugserzieher*in und mind. einen oder mehrere Praktikanten*innen begleitet. Sobald die „freien“ angeleiteten Phasen in den Räumen beginnen, widmen sich die Begleitpersonen den Kleingruppen. Man motiviert die Kinder dazu sich mit dem Material auseinander zu setzen und zu aktuellen Themen einen Bezug herzustellen. Alle Angebote werden sprachlich begleitet, indem man sich mit den Kindern über das aktuelle Thema austauscht, sie dazu motiviert untereinander auf Deutsch zu kommunizieren und sie immer wieder zurück holt in den Deutschen Kontext. Die Kommunikation darf nicht gezwungen sein, die Kinder sollen im Tun durch die deutsche Sprache begleitet werden, damit es für sie zur Selbstverständlichkeit wird. Hier ist es wichtig die Kinder nicht zu korrigieren, sie nicht wiederholen zu lassen. Die Sprachsituation soll authentisch sein und für die Kinder vollkommen natürlich. Hierfür ist es wichtig, dass wir in Kleingruppen mit höchstens 4 – 6 Kindern arbeiten. So kann eine Bezugsperson stets Acht darauf geben, dass die Kommunikation in deutscher Sprache läuft und kann die Kinder immer wieder dazu motivieren. Ebenso ist es wichtig, die Arbeitsphasen kurz zu halten, etwa 15 – 30 Minuten pro Kleingruppe. Sobald ein Kind das Interesse verliert, hat die Spracharbeit keine Wirkung. Die Deutschförderung findet immer statt und verläuft authentisch, da die Kinder fast ausschließlich in Kleingruppen gezielt gefördert werden.

Die Erzieher/innen sind Sprachvorbild bzw. Sprachmodell im Alltag. Dies ist wichtig, um Beziehungsaufbau und -bestätigung zu dem Kind herzustellen und den Kindern die angemessene Zeit für Ansprache und Beantwortung zu geben. Wörter müssen lebendig und ausdrucksstark präsentiert werden, so bekommen die Kinder Lust auf Sprache und entwickeln sich weiter. Man muss ihnen den Erfolg ihrer Kommunikationsversuche wiederspiegeln.

In K3+ werden die Kinder stets dazu motiviert auf Deutsch zu sprechen. Um dies für die Kinder kontinuierlich spannend zu machen werden im Alltag im Wechsel Angebote und Projekte angeboten und die Kinder haben die Möglichkeit individuell zu bestimmen, an welchem sie teilnehmen möchten. In der folgenden Tabelle erkennt man die Deutschphasen ebenfalls in grüner Farbe:

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